„Einer der schönsten Orte in Porto ist oberhalb der Stadt: der Blick aus dem Parque das Virtudes auf die von einem Studenten des Architekten Gustave Eiffel entworfene Brücke Ponte Luis, die abends wunderbar erleuchtet wird, mit Blick auf den Fluss Douro, die bunten Häuser Portos und die Portweinkellereien. Musik dringt vom Fluss nach oben und während ich bei Sonnenuntergang an einem Portwein nippe, entfaltet sich die ganze Schönheit Portos“, schwärmt Klaus Lohmann poetisch und nachhaltig vom Lebensgefühl, das er und seine Kollegin Sandra Tavilla in der Hafenstadt im Norden Portugals während einer Fortbildung zum Thema Nachhaltigkeit erleben durften.

Tavilla

Gemeinsam mit 15 weiteren Lehrerinnen und Lehrern aus Griechenland, Polen, Slowakei, Italien und Kroatien nahmen die BKB-Pädagogen an der internationalen „Erasmus+“-Fortbildung „There is no planet B“ in Porto teil, die von der Organisation „Learning Together“ angeboten wurde. Die fünftägige Fortbildung wurde vom erfahrenen Referenten Fernando Coelho geleitet, der sich auf das Thema „Nachhaltiges Abfallmanagement“ spezialisiert hat und für die Organisation Lipor in Porto tätig ist. Er führte die Teilnehmenden durch eine Vielzahl von weiteren Themen wie Klimawandel, die vier R-Prinzipien (Recycling, Reuse, Refuse, Reduce), Biodiversität und Meeresverschmutzung.

LearningTogether„Wir haben wertvolle Einblicke und Informationen erhalten und freuen uns darauf, diese im Unterricht einzubringen: Mülltrennung im Klassenzimmer als Recycle-Idee, Flohmarkt von und für Schülerinnen und Schüler als Reuse-Veranstaltung oder ein größeres Projekt für den Nachhaltigkeitskurs mit dem Titel „Das grüne Klassenzimmer“, sprudeln die Ideen aus Sandra Tavilla heraus.

Das Interesse der beiden Lehrkräfte an der Umweltthematik ist nicht neu. Sandra Tavilla engagiert sich seit langem im BKB-Nachhaltigkeitsteam, das u.a. die Begrünung des Schulhofes initiiert und durchgeführt hat, während Klaus Lohmann als Bildungsgangleiter das Schulfach Nachhaltigkeit in den Bildungsgang Kaufleute im Einzelhandel vor zwei Jahren einführte.

Neben den Seminar-Inhalten, die vornehmlich in der Theorie vermittelt wurden, stand auch ein Besuch des Abfallmanagementcenters Lipor auf der Agenda, wo beispielsweise die Herstellung von Humus demonstriert sowie die Mülltrennung veranschaulicht wurde. „Ein Highlight der Fortbildung, nicht zuletzt, weil man bei solchen gemeinsamen Aktivitäten sich auch am besten austauschen, netzwerken und Kooperationspartner finden kann“, so Klaus Lohmann.

LohmannNatürlich kann bei einem Besuch der 238.000-Einwohner-Stadt das Abfallmanagementcenter nicht das alleinige Sehenswürdigkeiten-Highlight darstellen. Im Anschluss an die Seminare blieb genügend Zeit das typische Porto zu entdecken und zu genießen. „Die Häuser mit den Fliesenfassaden, die sechs Brücken oder die historische Bahn, die zum Meer fährt, waren sehr beeindruckend - genauso wie das traditionelle Gericht Francesinha - ein Sandwich mit Schinken, Wurst und Rindfleisch, das mit Käse überbacken, Spiegelei getoppt und mit einer Soße aus Tomaten, Bier und Senf übergossen wird“, so Sandra Tavilla begeistert. Und Warenkunde-Fachmann Klaus Lohmann ergänzt, dass man Porto ohnehin am besten kulinarisch erkunden könne: „Sämtliche Leckereien des Landes konnten wir auf dem Wochenmarkt, dem Mercado Bolhão, probieren. Fantástico!“

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