Mit Dino Burnic und Betula Zengin aus der 2T HBF Automatisierungstechnik nahmen erstmalig zwei Auszubildende des Berufskollegs am deutsch-niederländischen Mechatroniker-Wettbewerb in Kalkar teil. Fachlehrer Michael Beckmann und Bereichsleiter Thomas Zagolla betreuten die Schüler bei der Competition, die in den Messehallen des ehemaligen Atomkraftwerks Kalkar stattfand und an die Binnenschifffartsmesse angegliedert war. Den Anstoß zur Teilnahme gaben die BKB-Europabeauftragte Astrid Hildenbrand und Niederländisch-Lehrer Wim Waumans.

IMG 4984Der Wettbewerb: An zwei Tagen mussten 24 Schüler in binationalen Teams 12 Aufgaben in 45 Minuten aus dem Bereich der Mechatronik lösen. „Unsere Schüler warteten bei der Teamauslosung gespannt auf ihren niederländischen Partner, mit dem Sie die nächsten zwei Tage verbringen sollten“, berichtet Thomas Zagolla vom aufregenden Auftakt der Veranstaltung. Von nun an wurde in der Arbeitssprache Englisch miteinander gewerkelt. Und das klappte hervorragend: „Ich habe selten mit so motivierten Schülern zusammengearbeitet. Da die Kommunikation zwischen den Teilnehmern ein Bewertungskriterium war, waren die Schüler wirklich gezwungen im Team gut zusammenzuarbeiten.“

IMG 4996Weil die anderen fünf deutschen Schulen ausnahmslos Mechatroniker im zweiten Ausbildungsjahr mitgebracht hatten, witterte Zagolla zunächst Wettbewerbsverzerrung, freute sich aber umso mehr als er feststellte, „dass unsere Vollzeitschüler aus der 2T hier trotzdem bestens mithalten konnten.“ Den Vorteil eines niederländischen Partners genossen alle, denn diese sind auf Grund eines anderen Ausbildung-Systems schon etwas älter und inhaltlich weiter. Am Ende des zweiten Tages gab es natürlich eine Siegerehrung, bei der alle Teams punktemäßig sehr eng beieinander lagen. Dass ihre Schützlinge am Ende im oberen Drittel landeten, war für das Bottroper Pädagogen-Duo genauso erfreulich wie für ihre Schützlinge.

„Es war sehr anstrengend zwei Tage voll konzentriert zu arbeiten. Die Erfahrung, die ich hier gemacht habe, war aber wirklich toll“, erzählt Dino Burnic. Auch Betula Zengin äußerte sich mehr als zufrieden über die neue niederländisch-deutsche Verbundenheit: „Der Wettbewerb war wirklich spannend und ich hatte einen guten Partner, mit dem ich mich auch gut verstanden habe.“

IMG 5016Auch die Lehrer waren voll in den Wettbewerb involviert. Zunächst hatten sie die Aufgabe in die Problemstellungen einzuführen und die Stationen zu betreuen. Später mussten sie zur Freude ihrer Schüler auch noch in einer Spaß-Disziplin gegeneinander antreten. „Es gab dennoch genug Zeit für einen ausgiebigen Austausch untereinander. Besonders die Gespräche über die unterschiedlichen Ausbildungssysteme waren sehr aufschlussreich. Und auch die Abendgestaltung mit gemeinsamem Abendessen und Ausklang auf der Bowlingbahn war prima organisiert“, so Michael Beckmann.

„Eine durchaus gelungene Veranstaltung. Ein internationaler Austausch der seinesgleichen sucht“, bilanzieren Zagolla und Beckmann. „Wir als Repräsentanten des Bildungsgangteams Automatisierungstechnik haben zugesagt uns im nächsten Jahr wieder zu beteiligen und auch eigene Arbeitsstationen miteinzubringen.“

Hintergrundinformationen vom und zum Veranstalter:

Die Ler(n)ende Euregio ist ein deutsch-niederländisches Projekt im Bereich der Berufsausbildung. Das Projekt arbeitet mit deutschen Berufskollegs und niederländischen ROCs zusammen und setzt sich aktiv für ein „grenzüberschreitendes Lernen“ ein! Während des euregionalen Mechatronikwettbewerbs führen Auszubildende in gemischten deutsch- niederländischen Buddyteams eine spektakuläre Mischung aus anspruchsvollen Aufgaben durch. Das beste Buddyteam gewinnt!

Für die Ler(n)ende Euregio ist die euregionale Ausbildung von Studenten der Ausgangspunkt. Die Studierenden werden sich mit der Berufskultur, der Sprache und dem Bildungssystem ihrer Nachbarn vertraut machen. Auf diese Weise entfaltet sich ein größerer Arbeitsmarkt für die Studierenden, wohingegen die Wirtschaft aus einem größeren Arbeitskraftpotenzial schöpfen kann. Die Ler(n)ende Euregio wird aus Interreg-Mitteln finanziert, mit Beiträgen der Schulen selbst, der Provinzen Gelderland und Noord-Brabant sowie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Euregionaler Mechatronikwettbewerb - Interreg (deutschland-nederland.eu)

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