Migration, Hoffnung und neue Perspektiven standen im Mittelpunkt einer besonderen Theateraufführung am Berufskolleg Bottrop. Vorurteile, Misstrauen und Diskriminierung allerdings ebenso. 250 Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums sowie der FHR-Bildungsgänge Informationstechnische Assistenten, Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft und Verwaltung erlebten das englischsprachige Episoden-Stück „On the Move“ der American Drama Group Europe, in dem Menschen aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen (müssen).
Das von Paul Stebbings und Phil Smith konzipierte Drama fügt verschiedene literarische Kurzgeschichten über Migration, Flucht und Asyl zusammen, spannt einen geografischen Bogen von Afrika über Großbritannien und die USA bis in die Karibik und zeigt unterschiedliche Perspektiven von Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben.
„Mit intensiven Szenen und der ausdrucksstarken Darstellung machten die Schauspielerinnen und Schauspieler die Ängste, Hoffnungen und Herausforderungen von Migrantinnen und Migranten sehr gut greifbar“, empfand Conny Wolf vom Theaterteam des BKB. Auch die Kombination mit künstlerischen Elementen wie Tanz- und Gesangseinlagen trugen dazu bei, einerseits die Intensität aufzulockern, andererseits die emotionale Wirkung der Geschichten zu verstärken, so Wolf.
Das Publikum jedenfalls zeigte sich nachhaltig beeindruckt. „Die Aufführung an unserer Schule war sehr interessant und hat wichtige Themen wie Rassismus, Respekt und unterschiedliche Lebensrealitäten gezeigt. Besonders als Schüler mit eigener Rassismus-Erfahrung hat mich das Stück zum Nachdenken gebracht, weil es gezeigt hat, wie wichtig Verständnis und gegenseitiger Respekt sind. Insgesamt war es eine starke und wichtige Aufführung, die viele zum Nachdenken angeregt hat“, urteilt Maxwell Ndung'u, Schüler der Klasse 1I24A.
Ähnlich empfand es Gesundheitsgymnasiastin Mara Kopka (1G25A): „Für mich war die Aufführung wie ein Weckruf, weil sie mir noch einmal deutlich vor Augen geführt hat, wie präsent und belastend Rassismus und Diskriminierung für die Betroffenen sind. Meine Sichtweise auf solche Situationen hat sich dadurch verändert, und ich gehe nun sensibler damit um.“










