1W19 20Traditionell begleiten teils etwas ausufernde, bisweilen nicht zu 100 % der Wahrheit entsprechende, aber hoffentlich ansatzweise humoristisch akzeptable Tagesberichte den bunten Fußballreigen der BKB-Turnierwoche im Februar jeden Jahres. Doch, wie leider so Vieles, kommt es auch in diesem ach so kleinen Teil der Schulkultur zu Einschnitten, Beschränkungen und Co. Dennoch, ohne Ball rund um Karneval geht es im Bottroper Hallen-Maracana nicht, denn in diesem Jahr kommt es erstmals und hoffentlich letztmals zu einer gestreckten Variante des Turniers. Und: Es soll wenigstens zu einer Skizzierung des fußballerischen Artistentums auf Hochglanzparkett kommen, kurzum, blitzlichtartige Impressionen eines Fußballturniers der besonderen Art wollen, ja müssen sogar geschildert werden, um den, in Anlehnung an Dwayne „The Rock“ Johnsons Super-Bowl-Introduction, „Millions and millions around the world“ einen Einblick in das BKB-Fußballturnier 2022 zu gewähren – und um nicht zuletzt so viel wie möglich der alljährlichen Tagesberichte-Tradition zu erhalten.

Genug der Vorrede, genug, um den Kollegen Klaus Lohmann zu zitieren, „gelabbert“, es soll losgehen. Sofort bleibt festzuhalten: 1. Die Frequenz der sich ereignenden Anekdoten, gefallenen Sprüche oder auch komischen Situationen ist auch auf leeren Rängen dicht gestreut. 2. Leere Ränge können dennoch für Stimmung sorgen, wie man nicht nur den Bildern des BKB-Instagram-Kanals entnehmen kann. Dort sieht man wenige Pädagogen und -innen (Gendern muss sein!) sowie weitere Beifallklatschende dem Spektakel beiwohnen, allen gemeinsam ist die Freude über Fußball in Corona-Zeiten. Ebenfalls auffällig: Besonders Turnier-OK-Chef Rolf Briele zeigte sich froh über den Start des Turniers und lief bereits nach 30 Sekunden Spielzeit bei den ersten Damenspielen zur rhetorisch-sprücheklopferischen Höchstform auf, als er nach dem ersten Tor der Mädchen der 1W19A/20A konstatierte: „Der Spielzug hatte bereits jetzt mehr Qualität als die Leistung der Schalker in Düsseldorf.“ Nordkurven-Sympathisant Moritz Stoppuhrlowsky pflichtete zähneknirschend, sofern man das hinter einer FFP2-Maske erkennen kann, bei, fokussierte sich aber schnell auf den weiteren Spielverlauf, welcher, Zitat, „zu spannend sei, um wegzugehen, obwohl eigentlich ein Termin anstünde“. Er ging dennoch pflichtbewusst pünktlich von dannen, womöglich um nicht den Eindruck zu erwecken, Fußball sei neuerdings ein vorrangiges Dienstgeschäft. Schade, er wäre ein guter Präzedenzfall gewesen…

Turnier2022 1Währenddessen: Auf dem Rasen, ähh, Hallenboden setzte sich die Klasse der Wirtschaftsgymnasiastinnen durch, sie ließen souverän die Oberstufe der Büromanager:innen (Wie gesagt, gendern muss sein, allerdings weiß man noch nicht genau, wie…) hinter sich, die aber immerhin großen Sportsgeist bewiesen, zeigten, dass sie den Fairnessgedanken des Turniers im Vorfeld inhaliert hatten, denn sie feuerten selbst bei einem 0:4-Rückstand die abgeschlagene 2G21C/4G21A an. Die Hoffnung auf den Gruppensieg erstickte erst kurz nach dem 0:6 der Gesundheitsgirls gegen die 1W. Doch bereits vorher zeigte die Büromanager*innen-Klasse (Eine eindeutige Schreibweise im Rahmen des Genders kann erst nach erfolgreichem Besuch eines „Forums Unterrichtsentwicklung“ erfolgen…) von Sven Bauer vollen Einsatz, den sie auch von ihrem Klassenlehrer einforderten, der, so die Losung, „einfach auch mal etwas reinrufen sollte“. Grund: 2G-/ 4G-Teamchefin Lisa Leuker coachte derart intensiv und viel, was eine BM-Kickerin dazu verleitete, zu fragen, was, Zitat, „die denn da andauernd reinrufe“. Als Bauer dann endlich etwas hinein flüsterte, (Genderexperten aufgepasst!) diverse Zeugen bestätigten, dass es sich wie der Buchungssatz „Bank an Kasse“ angehört haben soll, erntete er dafür nur ein irritiertes „Waaaaas?“. Scheinbar muss hier noch an der Kommunikation gearbeitet werden.

Arbeit hatten die Schiedsrichter/innen (Gender-Schreibweisen-Variante Numero 4) Leuker und Briele wenig, der VAR in Köln musste sich nicht einschalten, was Briele dazu veranlasste, auf dem Spielfeld mehrere Gastronomie-Ideen aus seinem kürzlich beendeten Zillertal-Skiurlaub telefonisch an das Gastroteam weiterzugegeben. Scheinbar soll im nächsten Jahr „Kaiserschmarrn mit Pflaumendingsda“ ein Snack des Tages werden. Apropos Essen: Leichtes Murren vernahm man von den Tribünen, insbesondere der Kollege Markus Heimann vermisste eine Waffel, oder zwei, oder auch drei. Auch der eigentliche, stets hungrige Turniersprecher Stefan Weyers ertappte sich dabei, wie er die offizielle Cola-Zero-Werbebotschafterin Tina Krämer intuitiv beauftragte, ihm eine Stärkung in Form verschiedener belegter Weizenschnitten zu besorgen. Leider vergebens, denn das Catering blieb zu. Dicht machten auch die Kickerinnen der 1W, die ohne Gegentor die Mädchengruppe 3 gewannen und somit eine Runde weiter sind. Nochmal ran darf auch Tobias Kraiczi aus der BM 19A, der bei „Schlag den Weltmeister“ am Besten zielte. Die gezielteste Spitze musste wiederum Sven Bauer einstecken, bei dem Sky-Chefanalyst Briele süffisant anmerkte, woran man die fußballerische Handschrift des Kollegen erkenne: „Ganz klar: Modernes Torwartspiel, box-to-box-Spieler, ballferne, invers agierende, abkappende Achter.“ (Anmerkung der Redaktion: Die Torfrau stand bei der Beschreibung dieser taktischen Grundkonstellation auf der Linie, zwei Spielerinnen standen zusammen beim Einrollen und eine Spielerin schnürte sich die Schuhe…!) Was bleibt, ist ein kurzes Fazit aller Impressionen: Schön, dass der Ball wieder rollt!!!

Berufskolleg-Bottrop-NRW-Talentscout-200x168.jpg Energiesparmeister Logo Logo Verbraucherschule Gold 2022 24 RGB 185 19 Logo Digitalpakt Schule 126x50 mit Beschnitt NRW
mint.jpg REACT EU LOGO JPG CMYK