BWF-Kicker Marvin Drabik kocht RWE-Talent Emre Demircan ab

Furioser Turnierauftakt am Berufskolleg. Nachdem Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff und Schulleiter Guido Tewes die Spiele für eröffnet erklärten, wurden den Zuschauern auf den prall gefüllten Rängen toller Fußball, Spannung und eine herzzerreißende Verabschiedung geboten. 

Der Spieler des Tages war ohne Zweifel Emre Demircan aus der 2W14C (Höhere Handelsschule), der derzeit für die A-Jugend von Rot Weiß Essen kickt, aber auch schon Einsätze beim Regionalliga-Team seines Clubs hatte. Schon in seinem 1. Spiel zeigte er ein Kabinettstückchen nach dem anderen, startete mit einem lupenreinen Hattrick, setzte sich mehrfach per Beinschuss, Lupfer oder Zidane-Drehung gegen seine Gegenspieler durch und scheiterte per Fallrückzieher knapp am Pfosten. Mit drei Siegen qualifizierten sich die 2W-Kicker locker für die Tagessiegerrunde. weiterlesen...


Frankensteins Monster erwacht am Berufskolleg

„Schon zwei Wochen nach Schulbeginn haben wir hier an der Schule wieder solch ein Theater“, witzelte Klaus Wiegert, Stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs, zur Begrüßung der gut 400 Schüler aus Abitur- und FHR-Bildungsgängen, die sich für eine weitere Darbietung des renommierten Theaterensembles American Drama Group im Lichthof eingefunden hatten. Unerwartet komödiantisch ging es auf der Bühne weiter - überraschend, zumal ein Horrorstück auf den Plakaten angekündigt wurde. Frankensteins Monster wurde zum Leben erweckt und ein müder Montagmorgen durch die humoristische Adaption des Mary-Shelley-Romans zu einem schaurig-schrägen Schultag. weiterlesen...


Spontane Spendenaktion nach bewegenden Worten von Schwester Stefanie

Im November veranstaltete das Unterrichtsentwicklungsteam des Berufskollegs auf Initiative von Dr. Ulrike Ufer und Tobias Tolksdorf eine Informationsveranstaltung zur Situation von Flüchtlingen in Deutschland mit dem Titel „Nur Obdach kann es nicht sein – wir müssen den Asylanten als Menschen eine Heimat geben.“ Als Referentin konnte Ordensschwester Stefanie der Franziskanerinnen Salzkotten gewonnen werden, die viele Jahre in der Flüchtlingsberatung des Caritasverbands in Herten arbeitete, mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet wurde und lange gemeinsam mit Migranten und Flüchtlingen in einem Hochhauskomplex zusammenlebte. 

„Wir wollten damals raus aus dem Kloster und vor Ort für die Armen da sein. Hinter jeder Tür gibt es andere Lebensgeschichten. Ich kenne sie fast alle und weiß, womit die Menschen kämpfen. Kleine Sorgen sind dabei, aber auch viele schwere Schicksale. Zu vielen könnte ich jeden Tag gehen, so traumatisiert sind sie", erzählte Schwester Stefanie im Rahmen der Veranstaltung. 

Aufgrund der bewegenden Schilderungen der Ordensschwester organisierte Dr. Ulrike Ufer eine spontane Spendensammlung, bei der 350 Euro zusammenkamen. Zur symbolischen Scheckübergabe besuchte sie nun gemeinsam mit Manuela Rudolphi-Wiggers die Ordensschwester in Herten. „Schwester Stefanie hat uns bei dieser Gelegenheit zahlreiche Fotos von Flüchtlingsunterkünften gezeigt und uns auch über weitere Einzelfälle berichtet, so dass es nicht an Möglichkeiten mangelt, das gesammelte Geld sinnvoll zu verwenden“, so Dr. Ulrike Ufer, die zudem ein herzliches Dankeschön von Schwester Stefanie an alle Spender ausrichten lässt.


Wirtschaftsgymnasiasten erforschen Einzelhandel

Auf Initiative von Dr. Dieter Grasedieck (ehem. Bundestagsabgeordneter und ehem. Schulleiter an einem Berufskolleg) führen Schüler der Q1 (1W 14) des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft am Berufskolleg der Stadt Bottrop eine Marktumfeldanalyse in Bottrop-Kirchhellen durch. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob der stationäre Einzelhandel möglicherweise zusätzliche Umsätze im Online-Handel generieren kann bzw. ob überhaupt ein Bedarf der Bevölkerung an einem solchen Zusatzangebot besteht.

Die Schüler forschen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen REWE Gödecke, Hof Miermann und Hof Umberg. Projektinitiator Dr. Dieter Grasedieck betreut das Projekt persönlich und auch finanziell. So konnte er den Gymnasiasten nun im Auftrag der "Studienstiftung Christa und Dr. Dieter Grasedieck" drei brandneue Tablets übergeben, mit denen die Umfrage online durchgeführt werden soll und die in der Folge zu Recherche- und Präsentationszwecken im Unterricht genutzt werden.

Stefanie Kirschner, Lehrerin im Fach Betriebsorganisation: "Durch den hohen Praxisbezug und ein interessantes Handlungsfeld aus dem Bereich "Neue Medien" gehen die Schüler sehr motiviert an die Arbeit heran und liefern ansprechende Ergebnisse." Auch Schülerin Lena Keul ist begeistert von dem Projekt: "Wir arbeiten selbständig an der Erstellung und Auswertung der Kundenbefragung und stehen im ständigen Austausch mit den beteiligten Unternehmen. Es ist spannend auch einmal hinter die Kulissen zu blicken und zu sehen, was man alles beachten muss, um ein erfolgreiches Unternehmen zu führen."


Kaufmännische Assistenten und Bürokaufleute als Hochzeitsgäste bei den Ford-Werken

Bei ihrem Besuch der Ford-Werke in Köln durften die Kaufmännischen Assistenten sowie die Auszubildenden zu Bürokaufleuten hautnah miterleben wie aus einer Rolle Blech ein Automobil der Marke Ford wird. "Eine tolle Erfahrung", resümierte Dyiar Yilmaz, "nicht nur für Autoliebhaber wie mich."

Sandra Köster und Mathias Brink, Klassenlehrer der Bürokaufleute, und Bereichsleiterin Magdalene Siebert organisierten den Anschauungsunterricht mit dem Ziel "Inhalte des BWL-Unterrichts wie Fertigung, Qualitätskontrolle oder auch Arbeitsbedingungen im richtigen Berufsleben zu erfahren." Das Kölner Ford-Werk bot dafür optimale Rahmenbedingungen.

Beeindruckt zeigten sich die Schüler nicht nur von der Größe des Werks, das auf 170.000 Quadratmetern ausschließlich das Model Fiesta herstellt. Für die weiten Wege durch die verschiedenen Produktionshallen wurden die Schüler mit einem Gondelzug chauffiert. "Ich fand es interessant zu sehen, dass das Gros der Arbeiten von Robotern erledigt wird, obwohl das Werk 17300 Mitarbeiter hat ", so Lena Schlebach.

Vor allem in der ersten Produktionshalle, wo die Karosserie zusammengebaut wird, würden 95% der Arbeiten aus Gründen der Präzision und Zuverlässigkeit von Maschinen und Robotern erledigt, erfuhren die Schüler. Erst später, bei der sogenannten "Hochzeit", der Vereinigung von Karosserie und Elektrik, seien wieder mehr Menschen im Einsatz. "Das war heute eine Informationsexplosion", so Sean Plechinger begeistert.