Unterricht auf der Wildkräuterwiese am Heidhof

Die Berufsfachschule Gesundheit und Soziales (2S14A) verlegte ihren Biologieunterricht in den Outdoorbereich auf den Heidhof. Bereits das Erreichen des Unterrichtsortes „Wildkräuterwiese“ stellte eine Herausforderung dar - mit dem Fahrrad durch die Botanik oder als nicht endender Fußmarsch durch die Flora und Fauna der Schwarzen Heide.

Begleitet von Sylvia von der Heyde und Petra Wendt, die für eindrucksvolle Naturfotografien sorgte, wurden die Schüler unter fachkundlicher Exkursion des Kräuterpädagogen Werner Gahlen über wertvolle Inhaltsstoffe von Wildkräutern, wichtige botanische Erkennungs- und Differenzierungsmerkmale informiert. Im Anschluss wurden die gesammelten (Un-)Kräuter wie z.B. Giersch und Schafgarbe in der Küche des Heidhofes zu Speisen verarbeitet. „Besonders erfreulich war für mich, dass unsere Schüler durch Gespräche mit Großeltern oder durch den Migrationshintergrund über traditionelle Kräuterkenntnisse verfügen“, so Sylvia von der Heyde.

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Infobox: Giersch

Giersch hat einen sehr schlechten Ruf. Seine Vitalität und Widerstandsfähigkeit macht ihn für Gärtner zu einer der unbeliebtesten Pflanzen überhaupt, denn wo er einmal wächst ist er eigentlich nicht mehr wegzukriegen. Wenn man Giersch jedoch nicht als Unkraut, sondern als Wildgemüse ansieht, lernt man ihn schnell zu schätzen. Die noch hellgrünen Triebe sind delikat für frische Salate. Giersch übertrifft den Vitamin-C-Gehalt unserer vitaminreichsten Kulturgemüse. Durch den hohen Gehalt an Mineralien wirkt Giersch basisch und harmonisiert den Säure-Basen-Haushalt. Die Volksheilkunde schätzte den Giersch bei der Behandlung von Rheuma und Gicht. Dazu Werner Gahlen: „In der Grillsaison esse ich zum Grillfleisch selbstgemachten Giersch-Pesto und meine Harnsäurewerte liegen im unteren Referenzbereich.“ 

Und zum Schluss ein Rezept:

Wichtig: Wildkräuter darf man nur verwenden, wenn man die Kräuter kennt und sich ganz sicher ist, die richtigen zu haben, da es sonst zu Verwechslungen und Vergiftungen kommen kann.

Apfelsalat mit Giersch und Spitzwegerich

10 junge Gierschblätter

15-20 junge Spitzwegerich

4 Äpfel (z.B. Elstar)

2 EL grob gehackte Walnüsse

Saft von einer Zitrone

1 EL Honig

1 Prise Salz

1 Becher Sahnejogurt (200g)                   

Guten Appetit.

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