Boys’ und Girls’ Day weckt Interesse an geschlechtsuntypischen Berufen

Erneut beteiligte sich auch das Berufskolleg am landesweiten Boys’ und Girls’ Day. Für die weiblichen Gäste der umliegenden Sekunfarstufe-1-Schulen hatten die Kollegen Claudia Bergmann, Rainer von Groddeck, Dirk Koch mit den Tech-Girls und Schülern der überwiegend von Jungen frequentierten Bildungsgänge Aktionen zu den Themen „Regenerative Energieerzeugung“ sowie „Elektromobilität“ vorbereitet. Im Gegenzug empfingen Anna Dosoruth, Bereichsleiterin Gesundheit und Soziales, und ihr Team bestehend aus sechs Lehrerinnen (Petra Wendt, Friederike Weinhardt, Cornelia Zappe, Sylvia von der Heyde, Karin Ashurst und Nicole Brell) und zwei Lehrern (Danny Habedank und Andreas End) sowie deutlich mehr Schülerinnen als Schülern rund 30 Jungen (überwiegend von HHG und GHR), die sich ein Bild von eher typischen Mädchenberufen machen wollen. 

„Wir möchten die Jungs für typisch weibliche Berufsbilder wie Kranken- und Gesundheitspflege, Physiotherapie, Logopädie oder Erziehung sensibilisieren. Oder auch ein Studium im Bereich Soziale Arbeit ans Herz legen“, so Dosoruth. Mit einer informativen Präsentation über berufliche Perspektiven im sozialen und gesundheitlichen Bereich wurden die Gastschüler auf das vorliegende Programm vorbereitet. Es folgte ein Schnupperunterricht in den Fächern Englisch und Gesundheitswissenschaften. Im anschließenden praktischen Teil testeten die Schüler ihr Geschick im Rollstuhlparcours – und erkannten dabei die Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderung im Alltag. Mit einer Alterssimulation wurden die Jungs in die Situation von Pflegebedürftigen versetzt. Ein Gesundheitscheck durch das Team des Bildungsgangs Medizinische Fachangestellte sowie die Zubereitung gesunder Kleinigkeiten mit Küchenmeister Andreas End und Sylvia von der Heyde rundeten den Tag für die sehr interessierten und von den „etwas anderen Klassenräumen“ begeisterten Jungen ab. Einhelliger Tenor der männlichen Gäste inklusive Karl Dorrenbusch, Kinderbeauftragter des Fachbereichs Jugend und Schule, der als Vertreter der Stadt gekommen war: „Die Organisatoren haben sich sehr viel Mühe gemacht einen Einblick in die Berufe und Bildungsgänge zu vermitteln. Toll, was hier auf die eine gestellt wurde.“ 

Während die Jungs Obst schnibbelten oder einen Blutzuckertest durchführten, öffneten die Metaller und Energietechnik-Experten für die Mädchen ihre Pforten zu Kfz-Werkstatt und Energielabor. Eine Testfahrt mit dem Elektroauto fand Riesenanklang bei den Kids. Außerdem durften sie die Vorzüge eines E-Bikes gegenüber einem normalen Fahrrad kennenlernen. Fachlehrer und E-Auto-Besitzer Dirk Koch: „Es hat viel Spaß gemacht, mit so interessierten Schülerinnen zu arbeiten.“ 

Im Workshop „Energieentstehung“ erläuterten Schüler des Bildungsgangs Energietechnische Assistenten das schuleigene Energielabor zur Erforschung von Möglichkeiten zur regenerativen Energieerzeugung. In Versuchen zur Windenergie mit kleinen Windkraftanlagen fanden die Mädels heraus, welchen Einfluss die  Windstärke, die Anzahl der Flügel einer Windkraftanlage, eine Änderung der Windrichtung und der Ausstellwinkel der Anlage auf die Energieerzeugung haben. Projektleiterin Claudia Bergmann: „ Wir haben bei einigen  Mädchen durch die Aktionen das Interesse wecken können, am Unterricht in den technischen Bildungsgängen teilzunehmen.“ 

Die 12jährige Lillian bilanzierte begeistert: „Der Workshop mit dem Elektroauto war der Hammer.“ Und Vanessa, 14, prophezeite: „Ich könnte mir vorstellen etwas mit Energiegewinnung später zu machen.“ 

Fazit: Auftrag erfüllt.

 

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