Apotheker Stadtmann und Hausarzt Dr. Busch spenden Alterssimulationsanzug für das Berufskolleg

Die Alterspyramide kehrt sich um, immer mehr Personal in der Altenpflege wird benötigt. Um junge Menschen optimal für die Einschränkungen älterer Menschen zu sensibilisieren, hat das Berufskolleg modernes Equipment für den Bereich Gesundheit und Soziales angeschafft, das schon für wissenschaftliche Tests (z.B. ADAC) genutzt und in populären TV-Sendungen erprobt (u.a. „Das Jenke-Experiment) wurde.

Der sogenannte GERontoligscher Testanzug GERT, entwickelt von dem Bottroper Ingenieur Wolfgang Moll, der seinen Firmensitz in Niederstotzingen hat, macht die vielen körperlichen Defizite des Alters erlebbar: Das Sehvermögen ist häufig durch die Eintrübung der Augenlinse eingeschränkt, das Gesichtsfeld ist eingeengt, hohe Töne sind kaum zu hören. Dazu leiden viele ältere Menschen an Gelenkversteifung, Einschränkung der Kopfbeweglichkeit, Kraftverlust, Einschränkung des Greifvermögens und der koordinativen Fähigkeiten.

Gespendet wurde „GERT“ von Peter Stadtmann, Inhaber der Alten Apotheke, sowie von Dr. med Christian Busch, der im April dieses Jahres die Praxis für Allgemeinmedizin seines Vaters Dr. Josef Busch auf der Essener Straße übernommen hat und im Sommer ins Südringcenter umziehen wird. „Ich freue mich, das Berufskolleg mit meiner Spende unterstützen zu können, da ich es aufgrund des stetig wachsenden Anteils der älter werdenden Bevölkerung als wichtig ansehe, dass auch jüngere Menschen einmal erfahren können mit Behinderungen leben zu müssen, die das Alter oft mit sich bringt“, so Dr. Busch. Und Peter Stadtmann ergänzt: „Ich finde das interessant und super für den Unterricht.“

Mit einer weiteren Spende von Rechtsanwalt Matthias Heinichen konnte zudem ein Tremor-Simulator angeschafft werden, spezielle Handschuhe, mit denen das alterstypische Zittern nachempfunden werden kann.

Angelina Bernick, Schülerin der 4S14A, durfte alles zusammen als Erste ausprobieren: „Das ist mal was ganz anderes für den Unterricht. So kann man wirklich nachempfinden, wie schwierig es oftmals für ältere Menschen ist, Alltagssituationen zu bewältigen“, so ihre Expertenmeinung.

 „Wir sind sehr dankbar, dass wir unsere Arbeit durch diesen Alterssimulator professionalisieren können. Er ist nicht nur für unsere Staatlich geprüften Sozialassistenten, die später zu großen Teilen in der Altenpflege arbeiten, eine sinnvolle Ergänzung zur schulischen Ausbildung, vielmehr können alle Schüler des Bereichs Gesundheit und Soziales von der Erfahrung profitieren,  sich in die Alltagsschwierigkeiten eines älteren Menschen hineinzuversetzen“, so Anna Dosoruth, Bereichsleiterin Gesundheit und Soziales am Berufskolleg.

Schon am Samstag beim Schulevent des Berufskollegs „Vielfalt erleben“ kommt der Alterssimulationsanzug erstmalig zum Einsatz für jedermann.

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