HIV/Aids-Ausstellung am BKB – Aufklärung von Schülern für Schüler

Eine Aufklärung aller Schüler über die Thematik HIV/Aids wird im Schulgesetz NRW als obligatorisch vorgegeben. Am Berufskolleg übernehmen diese traditionell die Schüler des Bereichs Gesundheit und Soziales für interessierte Mitschüler aller Bildungsgänge. 

Unterstützt durch ihre Lehrer Cornelia Zappe, Friederike Weinhardt und Danny Habedank sowie Michael Brackhagen von der Aidshilfe Bottrop haben die Unterstufenklassen der Zweijährigen Berufsfachschule Gesundheit und Soziales eine multimediale Ausstellung erarbeitet, in der es um gesundheitliche Aspekte der Immunkrankheit, aber auch um juristische und soziale Fragen ging. 

27 Klassen besuchten die Ausstellung, zusätzlich konnte eine mobile Einsatztruppe gebucht werden. Diese frischte die Kenntnisse wieder auf, die die Klassen auf der im Vorjahr organisierten Ausstellung erworben hatten. Die mobile Truppe zeigte zum Beispiel einen Film über das Immunsystem und informierte über Übertragungswege, Krankheitsverlauf, Freizeit- und gesellschaftliche Aspekte. 

Bereichsleiterin Anna Dosoruth zeigte sich beeindruckt von der Arbeit und vom Auftreten der Schüler und der beteiligten Kollegen: „Das Peer-Education-Projekt ist ein wichtiger Baustein des Bildungsgangs 2S. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Fachinhalte. Vielmehr geht es um die selbstständige Organisation einer großen Veranstaltung. Das klappt nicht immer problemlos. Der Evaluationsbogen, der am Ende der Veranstaltung von den Schülern ausgefüllt wird, beweist aber, dass die Schüler einen hohen Lernzuwachs in Bezug auf soziale Kompetenzen haben.“ 

  • HIV 1
  • HIV 10
  • HIV 12
  • HIV 13

  • HIV 2
  • HIV 3
  • HIV 4
  • HIV 5

Stimmen zur HIV/Aids-Ausstellung: 

Michael Brackhagen, Aidshilfe Bottrop: Ich unterstütze das Berufskolleg bereits seit drei Jahren bei dem HIV-Projekt. Ich bin immer wieder davon überrascht, wie herzlich das Klima zwischen Schülern und Lehrern ist. Alle gehen sehr respektvoll miteinander um. 

Domenik Röber und Tobias Heinz, Schüler: „Das war ein super Projekt. Dadurch, dass wir in gemischten Gruppen aus der 2S14A und B  gearbeitet haben, haben wir uns als Jahrgangsstufe richtig kennengelernt.“ 

Cornelia Zappe, Lehrerin, Organisatorin: „Die Schüler hatten Mut Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Sie nehmen nun ihre Erfahrungen mit und sind sehr stolz auf ihre Leistungen. Sogar die sonst stilleren Schüler haben selbstbewusst präsentiert.“ 

Aylin Celik, Schülerin: „Ich fand es toll, das Projekt durchzuführen. Ich habe dadurch viel mehr Selbstbewusstsein bekommen. Mit der Zeit wurde man immer lockerer. Und jetzt weiß ich, wie sich ein Lehrer fühlt, wenn niemand mitmacht oder wenn Schüler nicht zuhören.“ 

Danny Habedank, Lehrer, Organisator: „Das Projekt ist für Schüler ebenso wie für Lehrer lehrreich. Man lernt dadurch, dass die Schüler in die Lehrerrolle und die Lehrer in die Schülerrolle gehen.“

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