2S-Schüler kochen mit Grundschul-Kids

Große Schüler für kleine Schüler – oder Neudeutsch „Teens4Kids“ – so lautete die Rezeptur für ein von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Assmann-Stiftung ins Leben gerufene Projekt, bei dem Jugendliche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sollen. „Es geht um Gesundheit, um Mangelernährung, um den Kampf gegen Welthunger“, erläutert BKB-Lehrerin Sylvia von der Heyde, „und darum, dass kleine Schritte oft Großes bewirken können.“ 

Der Kreativität der Schüler seien keine Grenzen gesetzt, heißt in der Wettbewerbsausschreibung der FAZ: „Wie Ideen und Initiativen zu den Themen gesunde Ernährung und Prävention aussehen können, in denen junge Menschen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, möchten wir gerne in Erfahrung bringen.“ 

Die Idee der Berufskolleg-Schüler (Zweijährigen Berufsfachschule Gesundheit und Soziales) sich für Kinder Zeit zu nehmen und ihnen durch gemeinsames Kochen gesunde, ausgewogene Ernährung nahe zu bringen, stieß bei allen Beteiligten auf Begeisterung. „Wir wollten den Kindern zeigen, wie sie fachgerecht, d.h. unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Hygieneregeln, lecker und vor allem kostengünstig eigene Gerichte zubereiten können.  Viele Eltern sind berufstätig und haben nicht die Zeit und die Ressourcen mit den Kindern zu kochen. Oft wird dann auf Fertiggerichte oder Fastfood zurückgegriffen“, beschreibt Schülerin Johanna Schuster die Projektidee der Klasse, die sie „Try the difference! - Selbstgemacht statt mitgebracht“ titulierten. 

Der Kontakt zur Nikolaus-Groß-Grundschule wurde hergestellt und fortan an fünf Donnerstagen im Rahmen der Ganztagsbetreuung mit 11 Kindern aus den Klassen 2-4 Gemüse geschnibbelt, Obst gepresst, Vollkornbrot gebacken und Gelee gekocht. „Immer mit frischen Zutaten, ausgewogen und nachhaltig“, so Anna Denizer, die die Projektteilnahme initiierte und gemeinsam mit Sylvia von der Heyde die Schüler begleitete und unterstützte. 

Die Kochtage wurden gründlich geplant und mit Themen versehen. Zum Auftakt drehte sich alles um den Apfel: selbstgepresster Apfelsaft, Apfelgelee, Vollkorn-Apfelpfannkuchen. An Tag 2 standen Obst und Nüsse auf dem Speiseplan. Zu Vollkorn-Nuss-Muffins gab es einen bunten Obstsalat und als Nervennahrung für die Schule wurde Studentenfutter gemixt. Zum Thema „Gemüse und Kräuter“ wurden Tortillawraps gebacken, mit Gemüse und Salat gefüllt und mit Rosmarinkartoffeln verspeist. Für besonders viel Spaß unter den Mini-Köchen sorgte das Thema „Partyzeit – Funfood“ und die damit verbundene Zubereitung von Gurkenschlangen, Eiermäusen, Tomatenglubschaugen und Saure-Gurken-Schnecken. 

„Es war eine tolle Zusammenarbeit, ein Projekt, das jederzeit wiederholt werden kann“, resümierte auch Marion Gawenda, Leiterin der Betreuung der Nikolaus-Groß-Schule. „Die Kinder hatten viel Freude mit uns und wir hatten sie gut im Griff.  Die Speisen  waren immer sehr lecker und die Zusammenarbeit mit den Kindern hat viel Spaß gemacht“, erzählt Domenic Röber aus der 2S14B. 

Um über die Projektwochen hinaus Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden die Rezepte derzeit in einem Kochbuch zusammengefasst. Anna Denizer: „Das Projekt hat sowohl den Grundschülern als auch den Schülern der 2S14B große Freude bereitet, weil den Kindern durch die praktische Ausrichtung der Projektinhalte die Herstellung gesunder Speisen und Gerichte ganz lebensnah vermittelt wurde, so dass diese ebenfalls zuhause mithilfe des Kochbuches umgesetzt werden können. Insgesamt war dieses Projekt also ein voller Erfolg.“

zurück zu den aktuellen Nachrichten