Berufskolleg unterstützt China bei der Umwandlung des Ausbildungssystems

Die Kooperation mit der Fengtai Vocational Education Center School (FVH) in Peking geht in die nächste Runde. Das Berufskolleg der Stadt Bottrop wurde von den chinesischen Partnern auserkoren, als Musterschule für die Einführung des Dualen Systems in China zu fungieren. Ein Kooperationsvertrag ist unterschrieben.

Nachdem Schulleiter Guido Tewes gemeinsam mit Marion Knuth und Astrid Hildenbrand (beide Mitglieder der erweiterten Schulleitung) im vergangenen Herbst eine Woche lang zu Besuch in China waren und vor Ort die Bedingungen und Gegebenheiten für einen möglichen Schüleraustausch in Augenschein genommen haben, werden bald erstmalig Schüler aus verschiedenen Bildungsgängen und Lehrer des Berufskollegs am Austauschprogramm partizipieren. „Fengtai ist ein Stadtteil Pekings mit über 2 Mio. Einwohnern. Die Schule hat 9 Standorte mit verschiedenen Schwerpunkten wie Wirtschaft, TV/Medien, Gastronomie und Kfz-Abteilung“, so Tewes, der sich besonders von der Ausbildung der Erzieherinnen beeindruckt zeigte: „Jede Erzieherin muss zwei Instrumente spielen können und eine intensive Ausbildung im Zeichnen absolvieren.“

Im Mai werden zunächst die Küchenmeister Joachim Riedel und Karsten Knühmann für 10 Tage nach Peking reisen und an einer Lehrerfortbildung zum Thema „Asiatische Küche“ teilnehmen. Im Gegenzug besuchen zwei chinesische Vertreter der Abteilung Gastronomie das BKB, um Informationen über die Organisation der Ausbildung bestehend aus betrieblichen und schulischen Komponenten zu erfahren.

  • Am Konferenztisch mit den Gastgebern
  • Am Platz des himmlischen Friedens
  • Astrid Hildenbrand Guido Tewes und Marion Knuth (v.r.n.l.)  in der Abteilung Kochschule
  • Ausbildung der Flugbegleiterinnen

  • Bereich Erzieher
  • Unterricht in der Erzieher-Ausbildung

Im August werden wir dann erstmalig Schüler und Lehrer aus China bei uns begrüßen, ehe im September mindestens 10 BKB-Schüler in Begleitung von drei Lehrern und dem stellvertretenden Schulleiter Klaus Wiegert nach Peking reisen. Hierzu hat eine Abfrage unter allen 2100 Schülern und 120 Lehrern des BKB stattgefunden, wer an diesem Austauschprogramm teilnehmen möchte. Alle Beteiligten müssen dabei die Reise- und Visumkosten (ca. 800 Euro) selber tragen, für Unterkunft und Verpflegung sorgen jeweils die Gastgeber.

Da weit mehr Interessensbekundungen als Teilnehmerplätze vorliegen, wurden in einer Informationsveranstaltung mittels einer Fotopräsentation erste Eindrücke der Partnerschule und der Sehenswürdigkeiten Pekings gezeigt sowie Programminhalte und das Auswahlverfahren erläutert. Tewes, Knuth und Hildenbrand berichteten unterhaltsam über ihren Besuch der Chinesischen Mauer und der Verbotenen Stadt und erzählten von exotischen, kulinarischen Erlebnissen auf einem Nachtmarkt. Marion Knuth: „Geröstete Spinnen schmecken wie Crunchies.“

Abschließend bat Klaus Wiegert alle interessierten Schüler inklusive ihrer anwesenden Eltern und Ausbilder die Eindrücke auf sich wirken zu lassen und sich auch der Schwierigkeiten einer solchen Reise bewusst zu werden. „China ist ein komplett anderes Land, eine ganz andere Kultur. Man sollte aufgeschlossen, offen und kompromissbereit sein. Und man muss sich im Klaren darüber sein, dass die Kommunikation mit der Heimat stark eingeschränkt sein wird.“

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