„Goede morgen, iedereen! We gaan naar Nederland!“


„Goede morgen, iedereen! We gaan naar Nederland!“, begrüßt Niederländisch-Lehrerin Katharina Bergsma die 44 Schüler der Klassen 2S12B und C sowie Bereichsleiterin Anna Dosoruth und Europa-Beauftragte Astrid Hildenbrand, als sie sich auf den Weg zu unserer Partnerschule Dockinga College im holländischen Dokkum machen.

Seit diesem Schuljahr pflegen die Schüler im Fach Niederländisch regen Email-Kontakt mit den Jugendlichen der 13.000-Einwohnerstadt in Friesland, um die im Unterricht erlernten Sprachkenntnisse anzuwenden, zu verbessern, sich über kulturelle Unterschiede auszutauschen und voneinander zu lernen. Nun also das erste Aufeinandertreffen. Spannung, Aufregung und Vorfreude steigen mit jeder friesischen Flagge, die in den Fenstern der holländischen Häuser hängen.

Schon vor dem Dockinga College wartet ein Empfangskomitee aus Schülern und Deutschlehrerin Annalien Prozée, die sich von Beginn an von Katharina Bergsmas Partnerschaftsprojekt begeistern ließ. Bei landestypischem Kuchen (Suikerbrood, friese Oranjekoek, Stroopwaffels) bilingualen Begrüßungsspielen und Interviews in Kleingruppen lernen die Schüler sich gegenseitig kennen. Auch Oberstufenschüler, die gar nicht an dem Projekt beteiligt sind, schließen sich an, um den Tag gemeinsam mit den Bottroper Gästen zu begehen. „Frau Bergsma, Sie haben uns nicht gesagt, dass die Niederländer so gut deutsch sprechen“, lautet ein erstes Zwischenfazit der 2S-Schüler, die als Niederländisch-Anfänger ebenfalls ihr Bestes geben.



Nachdem die Gastgeber spontan für Leonie Kulisch ein Geburtstagsständchen in der Landessprache gesungen haben (Jaqueline Herrmann: „Die Niederländer sind total cool und locker“), wird bei einer Stadtrallye das gemütlich-idyllische, von Grachten durchzogene Dokkum erkundet - teilweise zu Fuß, teilweise auf blitzschnell organisierten Rädern und Gepäckträgern. Beim Besuch eines Mühlenmuseums, geführt von einem holländischen Lehrerkollegen, der in seiner Freizeit eine Ausbildung zum Müller absolvierte, erhalten die Teilnehmer historische und kulturelle Ein-, und vom Dach der Mühle herrliche Ausblicke auf Dokkum von oben. „Das ist ja so schön wie im Urlaub hier“, so Schülerin Laura Jean Jaeschke begeistert. Auch die holländischen Snackgewohnheiten treffen den Geschmack der Gäste: Zur Stärkung gibt es Patat oorlog (sprich: Ohrloch) und speciaal, Frikandel und Kroket.

Während die Schüler mit den neuen Freunden noch Adressen tauschen – mittlerweile gibt es sogar eine Facebook-Gruppe in der sich die Schüler täglich schreiben - und Pläne für den Gegenbesuch schmieden, unterzeichnen Astrid Hildenbrand und der Schulleiter des Dockinga College einen Partnerschaftsvertrag, der die Kooperation auch für die Zukunft sichert. „Die niederländischen Schüler und alle Kollegen haben uns sehr herzlich empfangen und sind großartige Gastgeber. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte, nicht nur für unsere Niederländisch-Schüler und die Deutsch-Schüler in Dokkum, sondern auch für andere Klassen mit Englisch als gemeinsamer Sprache“, blickt Astrid Hildenbrand nach vorn.

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