„Benimm ist in“ – 2W17B übt den perfekten Auftritt

Eindruck machen, neudeutsch teilweise abwertend auch „posen“ genannt, sollte man nicht nur mit teuren Kleidungsstücken oder einem schicken Auto können, sondern vor allem mit seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten. Gerade der erste Eindruck ist häufig entscheidend – sei es bei einem Date, einer Mutprobe oder auch im Rahmen der einzelnen Phasen des Bewerbungsverfahrens. Ein sauberes Anschreiben, ein vollständiger Lebenslauf wirken hierbei genauso wie der erste Händedruck oder die ersten Blicke im Vorstellungsgespräch. Um genau hier schlummernde Potenziale zu wecken, nahm die 2W17B des Berufskollegs der Stadt Bottrop am Benimmkurs „Dein perfekter Auftritt“ teil.

Organisiert vom Unterrichtsentwicklungsteam in Kooperation mit Schulsozialarbeiter Mario Papierok nahmen die Schützlinge von Lehrerin Sarah Schlusemann an diesem kleinen „Knigge-Kurs“ der Malteser aus Essen teil. Deren Projektleiterin Marion Wiemann beschreibt das Ziel des Kurses wie folgt: „In der heutigen Zeit können Sozialkompetenz, freundliches Auftreten und gutes Benehmen Türen öffnen und in engen Bewerbungsverfahren den Ausschlag geben. Wir wollen unseren Teilnehmern helfen, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen.“ Im Rahmen des Kurses stand vor allem die Kommunikation in bisher für viele Schüler unbekannten Situationen im Raum: Vorstellungsgespräche, Kundenkontakt, etc.

„Die Macht dieser kleinen Details wie die Wahl der passenden Kleidung oder die richtige Tonlage, wenn man einen Raum betritt, wird von Jugendlichen häufig noch unterschätzt“, so Mario Papierok, der insbesondere das abschließende, gemeinsame Essen im Restaurant „Große Wilde“ als Augenöffner für die Schüler ansah. „Die Anwendung traditioneller, aber immer noch wichtiger Tischmanieren, also ein Essen ohne Smartphone oder auch die Wertschätzung für das Essen, hat die Schüler zusätzlich sensibilisiert“, ergänzt Sarah Schlusemann, die abschließend gemeinsam mit den Vertretern der Malteser und ihrer Lehrerkollegin Birgit Lange die Abschlusszertifikate verteilen durfte.

Auch die Schüler zeigten sich begeistert: „Der Kurs hat mir gut gefallen. Vieles kannte ich gar nicht oder habe ich nicht als wichtig angesehen“, so Ridvan Berbero. Sein Kollege Maurice Kammer ergänzt: „Das Zertifikat wird sich in meiner Bewerbung bestimmt gut machen. Auch das Essen war ein toller Abschluss. Viele kleine Fehler bei Tisch macht man ja unterbewusst.“

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