Büromanager besuchen Europäisches Parlament in Brüssel als Höhepunkt des Europa-Projekts

Mit einer von den Schülern selbst organisierten Klassenfahrt nach Brüssel schloss die Oberstufe der Kaufleute für Büromanagement das Projekt „Wir in Europa“ ab. Neben einer großen Auswahl belgischer Pralinen nahmen die Azubis und ihre Lehrer Sandra Köster, Stefanie Houben und Udo Wegmann jede Menge Eindrücke der Arbeit einer Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie zahlreiche Erinnerungen an eine interessante Stadt und einen Hauch von Europa mit nach Hause.

Begonnen hatte das von Bildungsgangleiterin Sandra Köster und Stefanie Houben begleitete Projekt bereits zum Schuljahresbeginn 2017/1018. „Die Schüler waren frei in ihren Entscheidungen bezüglich der Themenfindung für die obligatorische Projektarbeit sowie schließlich auch den Inhalten, die gruppenweise bearbeitet wurden“, so Köster. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile verschiedener Themen entschied man sich schließlich für ein Europaprojekt. „Letztendlich lockte wohl nicht nur das spannende und sehr aktuelle Thema Europa, sondern auch die Aussicht auf eine erstmalig organisierte  Klassenfahrt der Kaufleute für Büromanagement.“

Doch was zu Beginn ein wenig nach Freizeitvergnügen klang, stellte sich während der Erarbeitungsphase durchaus als harte Arbeit heraus. So beschäftigten sich Gruppen unter anderem mit dem komplizierten institutionellen Gefüge der EU, während andere sich mit Reisen in die europäischen Nachbarländer oder mit dem Brexit kritisch auseinandersetzten. Auch die Planung der Reise, d.h. die Auswahl des Busunternehmens sowie die Buchung des Hotels, der Besuch des Europäischen Parlaments und darüber hinaus die Sightseeing- und Abendplanung gehörte zum Aufgabenkatalog zweier Gruppen. „Ich dachte nicht, dass die Planung einer Klassenfahrt so komplex sein kann“, so die Auszubildende Annika Schlümer vom Projektteam Reiseplanung. So musste die ebenfalls von Schülern besetzte Projektleitung das ein oder andere Mal einschreiten, um die Zufriedenheit aller Beteiligten wiederherzustellen.

Während die Präsentationsgruppen ihre Arbeit in Form von Vorträgen bei einem Europatag bei europäischen Köstlichkeiten wie selbstgebackenem spanischem Mandelkuchen oder frischen Crêpes unter den wachsamen Augen der eingeladenen Unterstufe sowie des schuleigenen Radioteams vorstellten, so mussten die Gruppen „Reiseplanung“ und „Sehenswürdigkeiten“ sich der Zufriedenheitsprobe der Teilnehmer live in Brüssel stellen.

Höhepunkt der Reise war sicherlich der Besuch des Europäischen Parlaments, der mit Unterstützung von Astrid Hildenbrand, Europabeauftragte des Berufskollegs, sowie ihren guten Kontakten zum Europabüro in Recklinghausen stattfinden konnte. Nach einem überaus amüsanten und lehrreichen Vortrag von Dr. Pavel Cernoch, Mitarbeiter des Besucherdienstes im Europäischen Parlament, trafen die Büromanager die Europa-Abgeordnete Gabriele Preuß, ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, die sowohl den Fragen der Kaufleute, aber auch dem ebenfalls mitgereisten BKB-Radioteam sehr professionell Rede und Antwort stand. Ein professioneller Radiobeitrag folgt in Kürze. Ein Spaziergang durch das Europaviertel sowie das Eintauchen in das Brüsseler Nachtleben rundeten den ersten Tag in der belgischen Hauptstadt ab.

An Tag zwei hatte das Team „Sehenswürdigkeiten“ seinen Auftritt. So besichtigte die BKB-Delegation den belgischen Königspalast, das Comicviertel, genoss belgische Waffeln am Grande Place und machte Selfies mit dem berühmten „Männeken Pis.“ „Wie bei Schülern üblich, fand bei der Besichtigung des Atomiums auch das Fritomium – einer Döner- und Frittenschmiede im Schatten des Brüsseler Wahrzeichens - großen Anklang. Alles in allem ein Projekt, das sicherlich allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird“, bilanziert Sandra Köster.

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