Erfolgskonzept MFA-Azubi-Speed-Dating am BKB

„Wir lassen nichts unversucht, um Nachfrager und Anbieter zusammenzubringen“

Am 07. Februar ging das vom Berufskolleg der Stadt Bottrop alljährlich organisierte MFA-Azubi-Speed-Dating bereits in die 5. Runde. Die Idee, Ärzte und Schüler zusammenzubringen, kam Anna Dosoruth-Lück, Bereichsleiterin Gesundheit und Soziales, bereits 2012. „Unser Ziel war es damals und ist es auch heute noch, eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten herzustellen. Ärzte sollen die Möglichkeit bekommen, in einem zeitlich eng abgesteckten Rahmen möglichst viele geeignete Bewerber kennenzulernen. Anstatt individuelle Termine vereinbaren zu müssen, sollten beide Seiten die Chance haben, sich möglichst effizient zu beschnuppern,“ so Anna Dosoruth-Lück.

Das Konzept ist definitiv aufgegangen. Seit 2012 sind zahlreiche Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Und die Popularität des MFA-Azubi-Speed-Datings ist von Jahr zu Jahr gewachsen. „Heute sind acht Praxen hier. Das ist ein absoluter Rekord“, freut sich Bildungsgangleiterin Kerstin Buschfort über den guten Zuspruch seitens der Ärzte.

Die 15 ausbildungssuchenden Schüler wurden im Vorfeld auf das Zusammentreffen mit den Ärzten vorbereitet. Kirsten Briele, Fachlehrerin für Textverarbeitung, unterstützten die Berwerber bei der Optimierung der Bewerbungsmappen, das MFA-Lehrerinnenteam um Kerstin Buschfort sensibilisierte die Schülerinnen für typische Fragen in Vorstellungsgesprächen und informierte über das Berufsbild der/des MFA. So war das Fazit der teilnehmenden Praxen durchweg positiv. Dr. Andreas Hautkappe zeigte sich begeistert: „Die Schüler waren exzellent vorbereitet. Allerdings hatten einige Schüler Berührungsängste mit einer urologischen Praxis. Diese Ängste konnte ich weitestgehend ausräumen.“ Dr. Andre Voßkühler fügte hinzu: „Es waren tolle Bewerbungen dabei. Die Veranstaltung war super organisiert und gut vorbereitet.“

Lob kam auch von Seiten der Schülerinnen. Linda Bahn aus der 4S zeigte sich beeindruckt von der Lockerheit und Freundlichkeit der Ärzte: „Ich befürchtete, die Ärzte seien eher abgehoben und benutzen Fachausdrücke. Aber die waren total nett und cool.“ 4G-Schülerin Bahar Kilic betont den positiven Effekt, den das Führen von Bewerbungsgesprächen im Akkord für sie hatte: „Nach dem zweiten Gespräch bin ich runtergekommen und habe meine Nervosität in den Griff bekommen.“

Am Ende der Veranstaltung verteilte Bildungsgangleiterin Kerstin Buschfort noch Visitenkarten von Ärzten, die Auszubildende suchen aber für die Veranstaltung verhindert waren. „Wir lassen nichts unversucht, um Nachfrager und Anbieter zusammenzubringen. Auf Dauer hoffen wir die Ausbildungsbereitschaft der Ärzte zu erhöhen.“

Folgende Praxen haben am diesjährigen Speed-Dating teilgenommen:

Gemeinschaftspraxis Borad, Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie; Dr. Sami Gaber, Facharzt für Allgemeinmedizin; Dres. Hubertus Jansen und Andreas Hautkappe, Urologie; Hausarztzentrum Butendorf, Dres. Dohmann-Hoeren, Nagel, Schaub, Kundakci; Dr. med Burkhard Abel und Dr. med Ulrich Schade, Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe; Dr. med Eva Flont-Schmeling, Ärztin und Dermatologin; Dr. med Andre Vosskühler, Internist.

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