„Talent-Scouting“ des BKB und der HRW mit erster Erfolgsgeschichte

Übergänge schaffen, Chancen ermöglichen, Türen öffnen – diese zumeist belanglosen Floskeln aus politischen Talkshows sind am Berufskolleg der Stadt Bottrop mehr als hohle Worte. Eine Vielzahl an Projekten sorgen für den Einstieg in das Berufsleben oder den Aufstieg in einen Bildungsgang, der einen höheren Abschluss vermittelt. In diesen Gedanken reiht sich auch das seit dem Schuljahr 2016/17 fest im Schulleben integrierte „Talent-Scouting“ ein, welches in Kooperation mit der Hochschule Ruhr-West sowie dem NRW-Talentzentrum Jugendliche individuell in ihrer Berufs- oder Studienwahl berät, begleitet und bestärkt. Diese Kooperation wurde nun durch die Übergabe einer Plakette offiziell gemacht.

Auch wenn die Tinte unter dem offiziellen Kooperationsvertrag zwischen BKB und HRW noch nicht richtig trocken ist, schreibt die Partnerschaft bereits eine erste Erfolgsgeschichte. Gizem-Nur Candir, Jahrgangsbeste des letzten Abiturjahrgangs im Bereich Wirtschaft und Verwaltung, ergatterte durch Unterstützung der Talent-Scouts der HRW ein Stipendium für die gesamte Dauer ihres Wirtschaftsstudiums. Das sogenannte Deutschlandstipendium vom Bund und der Mercator-Stiftung bietet finanzielle Unterstützung und ein großes Netzwerk, von dem die junge Studentin nur profitieren kann: „Dank des Stipendiums habe ich weniger Druck und kann mich ganz auf meine Vorlesungen und Seminare konzentrieren. Auch ein Nebenjob, der ablenken könnte, ist nicht nötig.“

Talent-Scout Paul Pillath betonte zudem die Bedeutung der Initiative: „Stipendien gehen in Deutschland inzwischen nicht nur an die geistige Bildungselite. Es werden vermehrt auch andere Aspekte wie soziales Engagement, sportliche Leistung und ein steiniger Lebensweg berücksichtigt, um so vielfältige Talente zu erreichen. Genau hier setzen wir an.“ Ebenfalls auf eine Erfolgsgeschichte aus ist Celine Jentsch, die erst seit dem Sommer am BKB ist. Sie freut sich auf die vielfältigen Perspektiven und ist dankbar für die Unterstützung durch das Lehrpersonal, insbesondere durch Tina Krämer, die die Partnerschaft zwischen Berufskolleg und Hochschule koordiniert: „An Gizems Beispiel kann man wunderbar sehen, wie wir vorgehen. Wenn der Berufsplan A nicht funktioniert, finden wir zusammen mit den Talent-Scouts einen Plan B oder einen Plan C.“

Bei so viel positiven Worten konnte sich Schulleiter Guido Tewes bei der feierlichen Übergabe der Kooperationsplakette im Hintergrund halten. Freudig stellte er fest: „Ich hoffe, dass durch das Talent-Scouting in Zukunft viele unserer Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahlorientierung zusätzlich unterstützt werden und freue mich natürlich, wenn weitere so positive Absolventinnen wie Gizem daraus hervorgehen“.

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