Marienhospital öffnet seine Türen für das Berufskolleg

„Ich möchte mal etwas mit Gesundheit machen.“ – Der Standardsatz vieler Schüler bei der Anmeldung zur Höheren Berufsfachschule Gesundheit und Soziales am Berufskolleg. „Was das konkret bedeuten kann, wissen die meisten Schüler allerdings nicht“, so Bereichsleiterin Anna Dosoruth-Lück. So entstand die Grundidee für eine Kooperation mit dem Marienhospital, das ein vielfältiges Tagesprogramm für rund 40 Schüler und ihre Lehrerinnen Friederike Weinhardt und Petra Wendt  auf die Beine stellte, um ihnen den Arbeitsplatz Krankenhaus näher zu bringen.

In Kleingruppen wurden einen Nachmittag lang sieben Stationen durchlaufen. Im Workshop „Grundpflege“ demonstrierte Bereichsleiter Pflege Holger Hackfurth den Gästen beispielsweise, wie man einen Patienten im Bett wäscht.Pfleger Sascha Krause ließ die Schüler verschiedene  Hilfsmittel ausprobieren, wie z.B. einen mobilen Lift, mit dem immobile Patienten sicher um positioniert werden können. Lena Becker wollte das Gerät gleich mitnehmen: „Dann komm ich morgens besser aus dem Bett“, witzelte die Schülerin der 2S15C.

Iwona Wolters, Hygiene-Beauftragte des MHB, machte deutlich, dass Händewaschen nicht gleich Händewaschen ist und richtiges Desinfizieren sorgfältig durchgeführt werden muss. Mithilfe von fluoreszierendem Desinfektionsmittel und einer Schwarzlichtlampe wurde offenbar, wo trotz vermeintlich gründlicher AnwendungKeime an den Händen zurückbleiben. „Auch der Schreibkram gehört zum Krankenhaus-Alltag“, erläuterte Bereichsleiterin Pflege Barbara Rys an der Station „Pflegedokumentation“. Ein Highlight für viele Schüler war die Reanimation. Zu den Klängen des 70er-Jahre-Disco-Klassikers „Stayin‘ Alive“ von den BeeGees wurde Herz-Massage und Beatmung zur Wiederbelebung durchgeführt. Das sei der optimale Rhythmus, erläuterte MHB-Mitarbeiter Björn Hardtke. Weitere Lernstationen: Führung durch das Haus mit Schwerpunkt Geriatrie und Notfallambulanz, die vonBeate Schönhaus und Jörg Widdermann charmant geleitet wurden.

Abgerundet wurde der Tag der offenen Tür für die Berufsschüler durch einen Vortrag von Bernd Borgmann, Leiter des Bildungsinstitutes für Gesundheitsberufe St. Elisabeth, der über die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin respektive zum –Pfleger informierte.

„Ich war von Anfang begeistert, als Beate Schönhaus (Leitung Pflege) und Gregor Vollmer (Personalleitung) vom MHB mit der Idee eines solchen Erkundungstages auf mich zukamen. Das Programm hat uns alle beeindruckt und wir freuen uns sehr, dass diese Kooperation auch in Zukunft fortgeführt wird“, so Anna Dosoruth-Lück.

Stimmen zur Veranstaltung

Lina Wagner, Schülerin der 2S14B: „Es war eine sehr informative Veranstaltung. Das Personal war sehr sympathisch und offen. Ich wurde in meinem Entschluss mich hier zu bewerben noch einmal bestärkt und habe sogleich meine Bewerbungsmappe eingereicht.“

Larissa Nennstiel: Schülerin der 2S14B: „Sehr sympathische Mitarbeiter, die sehr freundlich alles erklärt haben.“

Petra Wendt, Lehrerin für Gesundheitswissenschaften am BKB: „Unsere Schülerinnen und Schüler erhielten auf spannende und sehr anschauliche Art und Weise einen praxisnahen Einblick in die vielfältigen Aufgaben- und Tätigkeitsfelder von Pflegekräften durch die Experten im Krankenhaus. Besonders gut gefallen hat mir die freundliche Atmosphäre, die den ganzen Nachmittag über herrschte. Dies hat vielen Schülerinnen und Schülern die Scheu vor Fragen genommen. Es bot sich außerdem die Gelegenheit, detaillierte Informationen über die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege zu erhalten. Das Angebot knüpfte gut an Unterrichtsinhalte in den Fachklassen an.“

Stefan Sommer, Gesundheits- und Krankenpfleger in der Notfallambulanz am Marienhospital

Ich habe diese Veranstaltung als sehr gelungen wahrgenommen. Die Angebote unsererseits waren kurzweilig, aber trotzdem interessant und informativ, und haben sich somit mit den Bedürfnissen der interessierten Schülerinnen und Schülern gedeckt. Unsere Besucher wirkten nicht so, als wenn sie sich gelangweilt hätten. Von daher kann wohl festgehalten werden, dass wir diese Aktion nochmals anbieten sollten.

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